THW-Jugendgruppe informiert sich im Stadtarchiv

Auf dem Bild sieht man die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks Siegen mit Betreuungspersonen.


Auseinandersetzung mit der Vergangenheit: Eine Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) Siegen hat sich am Montag, 8. Juni 2026, im Stadtarchiv mit den Schicksalen von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in Siegen auseinandergesetzt. Die Kinder und Jugendlichen beschäftigen sich in einem laufenden Projekt mit dem Setzen von Stolpersteinen und der Geschichte des Zweiten Weltkriegs.
Die jungen Teilnehmenden und ihre Betreuer erhielten bei ihrem Besuch zuerst einen Einblick in die Arbeit und Aufgaben des Stadtarchivs. Im nicht-zugänglichen Bereich des Hauptmagazins konnten die Gäste Originaldokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs anschauen – darunter auch eine Karte, in der sämtliche Zwangsarbeiterlager des damaligen Stadtgebiets verzeichnet sind. In einer noch erhaltenen Zwangsarbeiterkartei forschte die Jugendgruppe zudem nach Einzelschicksalen einiger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und stellte Nachforschungen zu den Personen an. Zuletzt hatten die Gäste die Gelegenheit, ihre Eindrücke in einer abschließenden Diskussion zum Ausdruck bringen.
Quelle: Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 17. Juni 2026

Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“

Eröffnung mit einer Einführung in die Ausstellung, Dienstag, 30.06., 16 Uhr, Vorplatz Kreishaus Siegen-Wittgenstein

Emanuel Lasker, Schachweltmeister von 1894-1921, Nordhausen 2021

Die Ausstellung würdigt mit Hilfe großformatiger skulpturaler Präsentationen den großen Anteil jüdischer Athletinnen und Athleten an der Entwicklung des modernen Sports in Deutschland. Als Nationalspieler, Welt- oder Europameister, als Olympiasieger oder Rekordhalter zählten sie zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit. Nur weil sie Juden waren, wurden sie im NS-Staat ausgegrenzt, entrechtet, zur Flucht gedrängt oder ermordet. Weiterlesen

„Die Toten können nicht erzählen, die Überlebenden schon“

Digitales Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Dr. Michaela Vidláková
Dr. Michaela Vidláková wurde 1936 in Prag in eine jüdische Familie geboren. Die Nationalsozialisten deportierten sie zusammen mit ihrer Familie kurz vor ihrem 6. Geburtstag nach Theresienstadt. Die Familie überlebte nur mit Glück.
Altersbedingt kann Michaela Vidláková leider seit letztem Jahr nicht mehr persönlich zu uns nach Siegen kommen. Zusammen mit dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein und der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein lädt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland daher für Donnerstag, 11.06., um 19 Uhr zu einem Online-Zeitzeugengespräch mit Frau Vidláková via Zoom ein. Die Teilnahme ist kostenfrei und von zu Hause aus möglich. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an cjz.siegen@t-online.de bis zum 04.06.26 ist unbedingt erforderlich. Der Link zur Teilnahme wird erst nach der Anmeldung verschickt. Weiterlesen

Landesarchiv NRW: Fragen und Anworten zur Entnazifizierung

Hugo Stinnes vor dem Sonderausschuss des Entnazifizierungshauptausschusses des Regierungsbezirks Düsseldorf, Quelle: LAV NRW R, RWB, Nr. 1290 / Carl August Stachelscheid

Für den ersten Einstieg in die Recherche nach Entnazifizierungsakten gibt es seit kurzem eine neue Anlaufstelle. Auf „Fragen und Antworten zur Entnazifizierung“ finden Sie Anhaltspunkte für die Suche nach Ihren Vorfahren. Mehr Informationen zu den Entnazifizierungsakten und dem Vorgang der Entnazifizierung sind auf der Seite „Entnazifizierungsakten“ gebündelt.

Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, 22. Mai 2026

s. a. https://www.siwiarchiv.de/nrw-entnazifizierungsakten-online/

LWL-Dokumentarfilm: „Lebensunwert“ – Paul Brune. NS-Psychiatrie und ihre Folgen


Der Film „Lebens(un)wert“ beschäftigt sich mit dem Schicksal von Paul Brune, der Opfer der nationalsozialistischen Psychiatrieverbrechen war. Denn mit dem Ende des zweiten Weltkriegs endete zwar das „Euthanasie“-Mordprogramm, nicht aber das Leid und die Misshandlungen menschenunwürdiger Unterbringungsbedingungen und „Behandlungsmethoden“. Paul Brune litt bis an sein Lebensende an den Folgen dieser NS-Verbrechen. Anhand seiner tragischen Erfahrungen beleuchtet der Dokumentarfilm die NS-Psychiatrieverbrechen und ihre Kontinuitäten über das Jahr 1945 hinaus.

Wikipedia-Artikel: Hans Gärtner (1891 – 1961)

Nationalzeitung (Wittgenstein), 5. August 1937

Unlängst hat Dieter Bald seinen 70. Wikipedia-Eintrag über den Maler Hans Gärtner erstellt, der zwischen 1936 und 1939 im Altkreis Wittgenstein wirkte.

Quelle: National Archives, NSADP-Mitgliederkartei, A3340-MFOK: Number F0027

Literaturhinweis: I. Behnken/U.Buchmann (Hrsg.): Jugendverwahrlager Litzmannstadt 1942,

Forschungsexkursion nach Krakau und Lodz 2025 – ein Logbuch (2026)

Das vorliegende „Logbuch“ ist die Dokumentation eines Projektes, das sich Forschungen zur Geschichte des „Jugendverwahrlagers Litzmannstadt 1942“ widmet. Die historischen Zusammenhänge rund um das Jugendverwahrlager Litzmannstadt fungieren als Lehrstück zu den Reproduktionsmechanismen des Autoritären und zur Bedeutung historischer Forschung im Hinblick auf gegenwärtige Entwicklungen. Weiterlesen

Akten der Hitler-Regierung nun online recherchierbar

Digitales Portal zur Reichskanzlei liegt in erweiterter Fassung mit mehr als 6.000 Dokumenten vor

Die „Akten der Reichskanzlei“ sind in einer weiterentwickelten Online-Edition erschienen: https://aktenreichskanzlei.bundesarchiv.de. Damit kann nun in Dokumenten der Regierungen der Weimarer Republik und der ersten Jahre der NS-Zeit, insgesamt von 1919 bis 1939, recherchiert werden: Neu im Portal ist die Zeit der Regierung unter Adolf Hitler für die Jahre 1933 bis 1939. Der Web-Auftritt umfasst jetzt mehr als 6.000 wissenschaftlich kommentierte Dokumente zur ersten deutschen Demokratie und zum NS-Staat.

Edition ermöglicht vertiefte Einblicke

„Gerade in unserer heutigen Zeit ist es wichtig, sich mit den Mechanismen der Macht der menschenverachtenden Nazi-Diktatur auseinanderzusetzen. Wenn Autokratien in der Welt auf dem Vormarsch sind und frühere Diktaturen verharmlost oder gar schöngeredet werden, ist es spätestens an der Zeit sich anzuschauen, was wirklich geschehen ist. Mit der erweiterten Online-Edition zur Reichskanzlei schaffen wir diese Möglichkeit. Gleichzeitig verbessern wir dadurch die Sichtbarkeit der ebenfalls online verfügbaren digitalisierten Akten der Reichskanzlei“, sagte Bundesarchiv-Präsident Michael Hollmann. Weiterlesen

Vortrag zum Planungskonzept der „Alten Synagoge“, Bad Laasphe

12. Mai 2026 um 19:00 Uhr, Evangelische Stadtkirche, Kirchplatz 20, Bad Laasphe

Vom Synagogenprojekt war schon in Paris die Rede. Kerstin Heider, Architektin aus dem Architektenbüro ProjektPlus und Lehrbeauftragte an der Uni Siegen hat im vergangenen Jahr an der Ecole Normale Superieure Paris einen Vortrag zum Thema: „ZwischenZeiten, Architektonische Antworten auf erinnerte Geschichte“ gehalten. Sie wird um 19.00 Uhr in der Ev. Stadtkirche einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Planungskonzept für die Alte Bad Laasphe vorstellen. Dabei wird sie Gedanken, Ideen und Informationen vermitteln, die zum Ziel haben, dem Gebäude zu ermöglichen, seine Geschichte selbst zu erzählen.

Quelle: Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., Veranstaltungen