Video: „Botschafter*in für Zivilcourage“


Ein Projekt des Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e.V.
„Im Oktober 2020 ist unser Projekt „Botschafter*in für Zivilcourage“ gestartet. Jugendliche aus dem Kreisgebiet kamen zusammen, um sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen. Nach dem ersten gemeinsamen Wochenende machte Corona die Weiterarbeit schwierig. Ziel des Projekts war die Erstellung von verschiedenen Touren im Kreisgebiet die Orte des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus aufsuchen. Leider war die Durchführung der Touren im Frühjahr 2021 unmöglich und stattdessen haben die Jugendlichen ein Video erarbeitet was wir euch jetzt endlich präsentieren können. Wir freuen uns über jeden Like und noch mehr wenn ihr es teilt.“
Gefördert durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe und den Kreis Siegen Wittgenstein.

Besonderer Dank Loris TV für die tolle Zusammenarbeit, sowie an die Stadt Siegen, die Stadt Kreuztal, die Stadt Hilchenbach und die Stadt Netphen für die Unterstützung.

Rundgang „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Laasphe“

Sa. 04.09.2021, 15:00 Uhr – 17:00 Uhr

Alte Synagoge Bad Laasphe Foto: Klaus Merklein, Mai 2019


Bei einem Rundgang durch die Straßen und Gassen der Altstadt von Bad Laasphe lebt die Erinnerung an die jüdische Gemeinde auf, die gegen Ende der Nazi-Diktatur ausgelöscht wurde. Von den Anfängen zu Beginn des 17. Jahrhunderts bis hin zur Flucht ins Ausland und den Deportationen in die Vernichtungslager wird das jüdische Leben an verschiedenen Familienschicksalen beleuchtet. Erinnerungen von Zeitzeugen, wie etwa der Auschwitz-Überlebende Herbert Präger, untermalen die Ereignisse während der Judenverfolgung, die mehr als 70 Laasphern den Tod brachte, während sich mehr als 50 jüdische Frauen, Männer und Kinder vor den Nazis retten konnten. Weiterlesen

Literatur: Ferdinand Lutz „Katakombenschriften“(2009)

Neuzugang in der Bibliothek des Kreisarchivs

Aufgrund eines aktuellen Presseberichts konnte diese Lücke in der Bibliothek gefüllt werden. Eine Besprechung der Schrift findet sich hier: Heimatpflege in Westfalen 23 (2010), S. 24

Linktipp zur virtuelle Rekonstruktion der Siegener Synagoge

Homepage des Projekts

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht lassen die Multimedia-Künstlerin Gabriela von Seltmann und ihr internationales Team die Siegener Synagoge virtuell auferstehen. In einer animierten Video- und Klang-Installation erhebt sich die am 10. November 1938 niedergebrannte Synagoge aus den Trümmern und erscheint an der Außenwand des Hochbunkers (Aktives Museum Südwestfalen) in ihrer einstigen Gestalt. Das 1904 eingeweihte Zentrum der Siegerländer Juden kehrt zurück in das Gedächtnis der Stadt. Während der zwei- und dreidimensionalen Animation sind historische und zeitgenössische Aufnahmen von synagogalen Gesängen zu hören.
Die Premiere der ersten virtuellen Rekonstruktion einer Synagoge in Deutschland soll stellvertretend die über 1400 Synagogen und Bethäusern ins Gedächtnis rufen, die in der sogenannten Reichskristallnacht im November 1938 zerstört wurden. Das einzigartige Ereignis wird in den Zuschauern vor Ort und weltweit (Live-Übertragung im Internet) vielfältige Emotionen erwecken – die virtuelle Rekonstruktion der Siegener Synagoge erreicht nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen und Seelen. Für manche Zuschauer wird das Ereignis die erste Begegnung mit der jüdischen Kultur und dem Judentum überhaupt sein. Weiterlesen

Stolpersteine NRW – eine WDR-App gegen das Vergessen

Sie sind Teil des größten dezentralen Denkmals der Welt: Die rund 14.000 Stolpersteine in Nordrhein-Westfalen stehen im Mittelpunkt einer neuen multimedialen WDR-App, die im Herbst veröffentlicht werden soll. Hinter jedem einzelnen dieser Steine des Künstlers Gunter Demnig verbirgt sich ein Leben, ein Schicksal. Mit Hilfe der App sollen der Lebens- und der Leidensweg dieser Menschen erlebbar gemacht werden.
Tom Buhrow, WDR-Intendant: „Wir dürfen die Menschen, an deren furchtbares Schicksal mit den Stolpersteinen erinnert wird, niemals vergessen. Das Projekt ist einzigartig. Es wird zum ersten Mal möglich sein, zu jedem in NRW verlegten Stolperstein Informationen abzurufen. Auch jüngere Menschen, vor allem Schüler:innen, werden sich mit der WDR-App auf ganz neue Weise mit den Opfern des Nationalsozialismus beschäftigen können.“

Mit solch mehrteiligen, betexteten Bildergeschichten wird das Schicksal von rund 200 nordrhein-westfälischen Stolperstein-Opfern illustriert. Das Teilprojekt von „Stolpersteine NRW“ wird mit Studierenden und Absolvent:innen der Kunsthochschule Kassel realisiert. Die Umsetzung wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) gefördert.
© Anne Zimmermann/Greta von Richthofen/Burcu Türker/Marthe Viehmann


Über 150 nordrhein-westfälische Städte und Gemeinden unterstützen mittlerweile das Projekt. Anfang 2020 hatte der WDR zu allen NRW-Kommunen, in denen seit 1992 die Messingtafeln in den Bürgersteigen verlegt worden sind, Kontakt aufgenommen und zur Kooperation aufgerufen. Nun soll historisches Datenmaterial zu den Themen „Deportation und Verfolgung“ das Projekt ergänzen. Der WDR startete jetzt eine entsprechende Abfrage bei den Städten und Gemeinden. Weiterlesen

Karl Albert von Rumohr. Zweiter Versuch über eine Beamtenkarriere:

Widerstand oder williger Helfer?

Quelle: Wittgensteiner Nationalzeitung, 20-10-1033

Der Wittgensteiner Landrat war bereits vor sieben Jahren Thema eines siwiarchiv-Beitrages. Zufallsfunde führten zu weiteren Recherchen, die den nachfolgenden tabellarischen Lebenslauf und eine zur weiteren Erforschung der Biographie gedachte Quellen- und Literaturliste ergaben:

    • * 27.12.1900 in Oppeln, gest. 8.8.1967 in Baden-Baden
    • ev
    • Vater: Geh. Regierungsrat Ernst von Rumohr (Wohnort 1920: Hildesheim. Bahnhofsallee 9)[1]
    • mit Edith geb. Larisch verheiratet. Aus der Ehe stammen drei Kinder.[2]
    • 1907 – 1910 Vorschule in Kassel[3]
    • 1907 – 1917/1918[4] Gymnasium Marienwerder[5] und zuletzt des human. Gymnasium in Hildesheim, Ostern 1917/1918[6] Abitur
    • Juni 1917/1918[7] – Dez. 1918 Kriegsdienst (Kanonier)
    • 1919-1922 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Göttingen, Tübingen und München

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Online: „National-Zeitung“ (Wittgensteiner Ausgabe) von 1935 bis 1944

Die „National-Zeitung : amtliches Blatt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei : amtliches Kreisblatt für den Kreis Wittgenstein / Wittgensteiner Ausgabe“ mit den Jahrgängen 1935-1944 ins Netz gestellt worden
Die Darstellung der Zeitung im Portal ist korrigiert worden. Tatsächlich handelt es sich bei der „Wittgensteiner Nationalzeitung“ sowie der „National-Zeitung“ um Fortsetzungen des „Wittgensteiner Kreisblatts“, das mindestens seit 1852 in Wittgenstein erschien, also um ein Zeitungsunternehmen mit sehr langer Laufzeit.
Die Nationalzeitung spiegelt natürlich als NS-Blatt die Propaganda und Ideologie des Regimes wider.
Im Portal ist die Zeitung hier zu finden:
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/13385721
Quelle: zeit.punktNRW, Facebook-Eintrag v. 10.7.2021

Bildungsnetzwerk holt Anne-Frank-Ausstellung erneut in die Region

Peer Guides, also Jugendliche im ungefähren Alter der Besucher, werden die Schulklassen durch die Ausstellung führen – ein Konzept, das sich andernorts bereits bewährt hat.


„‘Das Tagebuch der Anne Frank‘ gehört zu den bewegendsten Büchern, die jemals verfasst wurden. Es geht jedem unter die Haut, der es liest“, sagt Matthias Hein vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein. Im Februar 2018 war das Schicksal des jüdischen Mädchens Thema einer vierwöchigen Ausstellung im Kundenzentrum (Morleystraße) der Sparkasse Siegen. Jetzt, vier Jahre später, holt das Organisationsteam die Ausstellung erneut nach Siegen. Im März 2022 wird sie für fast fünf Wochen am gleichen Ort zu sehen sein.
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Keppeler Schülerinnen und Schüler im Einsatz für Kriegsgräber

Es ist mittlerweile so etwas wie eine kleine Tradition, dass sich Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen des Hilchenbacher Gymnasium Stift Keppel einmal im Jahr um die Kriegsgräberstätte im Stadtteil Allenbach kümmern.

Zu Stande gekommen ist diese Initiative auf Einladung des ehemaligen Ratsmitglieds und Allenbachers Klaus Stötzel. Bereits seit fünf Jahren pflegt er die Zusammenarbeit mit der Schule, wobei es ihm sehr wichtig ist, das Thema rund um die Kriegsgräber an die jüngeren Generationen weiterzugeben. Weiterlesen