Renovierung der Alten Synagoge in Bad Laasphe begonnen

Freundeskreis sucht Fotos und Ausstellungsstücke

Alte Synagoge Bad Laasphe Foto: Klaus Merklein, Mai 2019

Der örtliche Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit hat mit den Planungen für die Renovierung und zur Ausgestaltung der Alten Synagoge an der Mauerstraße 44 in Bad Laasphe begonnen. Dort soll eine Gedenk- und Begegnungsstätte mit einem integrierten Lernort entstehen. Für die geplante Ausstellung zur Erinnerung an das jüdische Leben hier vor Ort besitzt der Verein zurzeit überwiegend schriftliche Dokumente. Der Freundeskreis hat deshalb zwar weiterhin Interesse an zusätzlichen schriftlichen Dokumenten, aber darüber hinaus auch an Fotos und Ausstellungsstücken, wie zum Beispiel jüdischen Leuchtern. Vielleicht findet sich in Wittgenstein, hessischem Hinterland oder Siegerland noch das eine oder andere Exponat auf Dachböden oder in Kellern. Der Verein lädt alle Mitbürger ein, sich auf die Suche zu begeben und nimmt – falls sie fündig werden – gern Sachspenden an. Über Rückmeldungen freuen sich der Freundeskreis-Vorsitzende Rainer Becker unter Tel. (02752) 9314 oder R-Becker_BadL@t-online.de und seine Stellvertreterin Rosemarie Bork unter Tel. (02752) 5065574 oder rosemarie-bork@t-online.de.

Heute vor 88 Jahren: Bücherverbrennung in Siegen

„Auf dem Schulhof (Straßenseite) der Hainer Schule loderte ein mehrere Meter hohes Feuer. Schüler der Hainer Schule brachten auf Handwagen stapelweise Bücher, die von zwei SA-Männern immer wieder in die Flammen geworfen wurden.“
Quelle und weitere Informationen: Aktives Museum Südwestfalen

„Nie wieder“

Vortrag von Oliver Vrankovic (Tel Aviv) am Donnerstag, 25.03.21, im Rahmen der Woche der Brüderlickhkeit für die Gesellschaft für Chrsitlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.

„Oliver Vrankovic zeigt anhand von Lebensgeschichten auf, was „Nie Wieder!“ für Israel bedeutet. Auf der Basis von Lebensgeschichten beschreibt er den Erfahrungszusammenhang zwischen der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden und der Bedrohung Israels durch eliminatorisch gesinnte Feinde und erörtert den Umgang Israels mit dieser Bedrohung. Der Vortrag macht deutlich, wie die Erinnerung an die Shoah und das Eintreten für die Sicherheit Israels zusammengehören.
Oliver Vrankovic lebt und arbeitet in Tel Aviv. Bei seiner Tätigkeit in einem Elternheim hat er häufig mit Holocaustüberlebenden zu tun. Jährlich besucht er Deutschland zu 1-2 Vortragsreisen, um über seine Erfahrungen zu berichten.
Er ist Bestandteil des Programms #1700​ Jahre jüdisches Leben in Deutschland und des Programm der internationalen Wochen gegen Rassismus.
Gefördert durch die LWL-Kulturstiftung.“

Linktipp zur Siegener Graffiti-Geschichte

Lutz Dehenn hat auf „Regioport Siegerland“ einen ersten Teil der Geschichte der Graffiti-Szene Siegens vorgelegt. Er beleuchtet damit ein bisher noch nicht bearbeitetes Feld der Siegener Kulturgeschichte und der Geschichte Siegener Jugendkulturen. Der Beitrag, in dem Zeitzeugenberichte einen großen Raum einnehmen, ist reich illustriert.

Gedenken im Wohnzimmer

Am 27.Januar gedenkt der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit der  Gesellschaft christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland und mit israelischen Partnern aus Emek Hefer den Opfern des Holocaust. Hannah Malka, die älteste noch lebende Zeitzeugin des Ghetto Theresienstadt, wird auf deutsch ihre Geschichte via Zoom teilen.
Anmeldung: b.friedrich@kreisjugendring.org oder cjz.siegen@t-online.de

Quelle: Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein, Facebook-Seite

2 oral-histoy-Videos zur Flucht von Ostpreußen bis nach Siegen

Auf dem youtube-Kanal von „Unser Siegen“ finden sich ein Interview mit Dr. Dietmar Gorki zu dessen Flucht sowie dessen Einschätzung des aktuellen Umgangs mit der Geschichte der ehemaligen deutschen Ostgebiete („Geschichtsvergessen! Ein Meinungsbild.“):

Literaturhinweis: „Die Tagebücher der Luise Niederstein geb. Dresler für ihren Sohn Werner“


„Luise Charlotte Anna Henriette Auguste Dresler stammte aus einem alten Siegerländer Geschlecht, dessen Stammbaum sich bis in das Jahr 1494 zurückverfolgen lässt. Sie erzog ihre beiden Söhne Albrecht und Werner ganz im Sinne des damaligen Zeitgeistes der Jahrhundertwende und führte über 60 Jahre hinweg Tagebücher für jeden der beiden. Begleiten Sie Luise und ihre Familie durch zwei Weltkriege bis ins Jahr 1968 und kleine und große Ereignisse.

Während Albrecht Kunsthändler wurde, wandte sich der jüngere Werner dem Familienunternehmen müttlerlicherseits zu, der SAG, die Siegener Aktiengesellschaft, aus der die heutige The Coatinc Company hervorgegangen ist – das älteste Familienunternehmen Deutschlands.

Band 1 (1908–1939):
Hardcover mit Schutzumschlag: 560 Seiten
ISBN: 978-3-94415746-7
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 21,5 cm / 1.166 g

Band 2 (1939–1968):
Hardcover mit Schutzumschlag: 624 Seiten
ISBN: 978-3-94415747-4
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 21,5 cm / 1.268 g

Quelle: Verlagswerbung

Video zum Gedenken an Bruno Kappi

„Am 15. Dezember 1992 wurde der 55-jährige Bruno Kappi auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle im Weidenauer Einkaufszentrum zu Tode getreten. Der oder die Täter griffen den stark sehbehinderten Bruno Kappi an, schlugen und traten brutal auf ihn ein, bis er an diesen Verletzungen starb. Zwei junge Männer aus der rechten Skinhead-Szene wurden später angeklagt, jedoch konnte ihnen die Tat nicht nachgewiesen werden. Die Tat ist bis heute ungesühnt. Weiterlesen

„FLECKER ZWITSCHER-RALLYE bis 30. November 2020“


„Aufgepasst! Ab sofort heißt es: Den Alten Flecken entdecken mit schönen Geschichten!

In der Marktstraße, der Mittelstraße, der Unterstraße und der Poststraße im Alten Flecken gibt es nun zwölf neue „Bewohner“ in Form von knallbunten Nistkästen, gebaut von einem echten Flecker und bestückt mit ganz besonderem Inhalt: Die FRids-Aktiven haben recherchiert und alte Flecker interviewt, die so einiges zum Leben im Alten Flecken zu erzählen hatten. So entstand eine Sammlung interessanter und lustiger Geschichten, die nun in den Zwitscher-Kästen nachzulesen sind und zusätzlich anschaulich gemacht werden durch alte Fotos und Mini-Requisiten. Für Erwachsene wie auch für (größere) Kinder sind die Geschichten gleichermaßen lohnenswert!

Bis zum 30.11.2020 hat jeder die Möglichkeit zu jeder Zeit, kostenfrei und „auf Abstand“ (allein oder mit der Familie) diese besondere Rallye für sich zu entdecken. Dazu hat man zwei Möglichkeiten:

Man kann einfach nur die Nistkästen aufsuchen und die Geschichten lesen oder:
Man startet an einem der 3 blauen „Info“-Kästen, nimmt eine Karte mit, sucht alle Zwitscherkästen, liest die

Geschichten, beantwortet die Fragen, trägt die Lösungsbuchstaben auf der Karte ein und steckt sie in den FRids-Briefkasten in Höhe der „Fleckerei“ in der Marktstraße.

Eine kleine Belohnung und vielleicht wieder neu entdecktes Wissen über unseren „Alten Flecken“ sind Euch garantiert.

Wichtig: Jeder, der die Rallye machen möchte, sollte möglichst einen eigenen Stift mitbringen!

Wir freuen uns auf viele Guck-Loch-Leser!

Das Projekt Zwitscher-Rallye ist ein Geschenk an alle Besucher des Alten Fleckens!

Realisiert wurde sie mit der Spende der dm-Sozialaktion „HelferHerzen 2020“
Quelle: Frids e.V., Veranstaltungen