Ausstellung der Bilder von einer Kinderführung durch den Flecken mit den Kindergärten aus Lindenberg und Niederndorf

Technikmuseum Freudenberg, 26.April 2026, 10:00 – -18:00

Am 10. und 11. März 2026 fanden Kinderführung durch den Flecken statt.  Die Kinder fotografierten den Flecken aus ihrer Perspektive und das was sie möchten. Während sie bekannte und historische Orte vorgestellt und erklärt bekamen, wie z. Bsp. das alte Gefängnis, das Schloss, den Brand und das einzige Haus, das stehen geblieben ist,  die Bauweise der Häuser, sowie die alten Scheunen die als Lager Ort dienten.

Die Kinder werden die Bilder dieser Führung als Ausstellung  „den Flecken aus Sicht der Kinder“ ab Sonntag, den 26.04.2026 im Museum im Kritzlersaal ausstellen.

„NRW droht beispielloser Rückschritt beim Schutz seiner Denkmale“

Dr. Sandra Peternek im Interview zur Änderung im Denkmalschutzgesetz NRW

Dr. Sandra Peternek ist die Direktion der LWL-Archäologie für Westfalen.
Foto: LWL/H. Witte

Heute ist eine Anhörung im Landtag zur Änderung des Denkmalschutzgesetzes geplant. Es gibt viel Kritik an der geplanten Änderung. Eine Kritikerin ist LWL-Chefarchäologin Dr. Sandra Peternek. Sie ist die Direktion der LWL-Archäologie für Westfalen und verantwortlich für die archäologische Bodendenkmalpflege sowie für die drei archäologischen Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne, das LWL-Römermuseum in Haltern am See und das LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn.

Vier Fragen an die Direktorin der LWL-Archäologie für Westfalen Weiterlesen →

Hohe Auszeichnung für Pastor Thomas Ijewski

Hexen, Pietismus und Denkmalpflege

„Ehrenamtliches Engagement ist die Superkraft unserer Gesellschaft.“ Mit diesen Worten begrüßte Mona Neubauer, stellvertretende Ministerpräsidentin, verdiente Persönlichkeiten in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Der Freudenberger Pastor Thomas Ijewski und 14 weitere hoch engagierte Bürgerinnen und Bürger aus NRW wurden mit den Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. Damit ehrt die Landesregierung traditionell den herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl und das Land Nordrhein-Westfalen.

 [Klicken, um das Bild zu schließen. Pfeiltasten für vorheriges / nächstes Bild.] Düsseldorf, 23.03.2026: Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur überreicht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. © Foto: Land NRW / Ralph Sondermann

Düsseldorf, 23.03.2026: Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur überreicht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Thomas Ijewski wurde begleitet von seiner Familie und Bürgermeisterin Nicole Reschke. In der Laudatio heißt es: „Thomas Ijewski ist evangelischer Pastor im Siegerland – genauer: im Fachwerkstädtchen Freudenberg. Seit etwa zwei Jahrzehnten engagiert er sich dort auch ehrenamtlich. Weiterlesen →

Literaturhinweis: Die staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Siegen (Frieder und Henner, Band 5)

Der Band widmet sich der Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen Siegen als einem der ersten Bildungsbauten auf dem Haardter Berg. Errichtet 1965 bis 1967 von den Architekten Friedrich Wilhelm Bertram und Elmar Lang (Aachen), Preisträger des 1962 ausgelobten Wettbewerbs, bildet sie den Kern des heutigen Campus Paul-Bonatz-Straße.

Einführend geht es um den Schulbau im Kontext der geplanten Bebauung des Haardter Bergs mit seiner spezifischen Verbindung von Bildungsbauten und Wohnarealen. Thomas Schiffmann rekonstruiert in seinem Beitrag anhand zahlreicher historischer Fotografien das ursprüngliche Erscheinungsbild der Ingenieurschule und stellt erstmals die gestalterischen Qualitäten von Architektur und Innenraumgestaltung dar.

Eva von Engelberg-Dočkal, Petra Lohmann (Hrsg.)
Die staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Siegen
Mit einem Bitrag von Thomas Schiffmann
Reihe Frieder & Henner #5
Siegen: unversi 2026, 93 S., farbige Abb.
ISBN 978-3-96182-222-5
Quelle: Verlagswerbung

Open access: Kirchenbau nach 1945 in Westfalen-Lippe

LWL legt Überblicksband vor

Die neue Publikation „Kirchenbau nach 1945“.
Foto: LWL

Ein neues Buch des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nimmt Kirchenbauten in den Blick, die zwischen 1945 und der Jahrtausendwende entstanden sind. Auf Grundlage eines langjährigen Forschungsprojekts gibt die Publikation einen Überblick über die Entwicklung des Kirchenbaus in Westfalen-Lippe und stellt zahlreiche Beispiele vor.

„Über 1.300 Kirchen entstanden nach 1945 allein in Westfalen-Lippe“, sagt LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens. „Bis heute sind diese Bauten Mittelpunkte des religiösen, sozialen und kulturellen Lebens. Gleichzeitig geraten sie immer stärker unter Druck.“ Weiterlesen →

Denkmal für einen Aufklärer:

Die Büste von Johann Heinrich Jung-Stilling in Wuppertal
Wer sich in Wuppertal auf Spurensuche begibt, stößt an gleich zwei Orten auf eine außergewöhnliche Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts: Johann Heinrich Jung-Stilling. Als Augenarzt, Sozialreformer, pietistischer Denker und Autor zahlreicher Schriften war er weit mehr als ein Kind seiner Zeit – er war ein Wegbereiter für die Verbindung von Glauben, Aufklärung und praktischer Lebenshilfe. Zwei Büsten in Elberfeld erinnern bis heute an sein Wirken und seine Ideale.
Das erste Denkmal: Eine Büste in der Zentralbibliothek (1929)
Bereits 1929 setzte die Stadt Elberfeld ein Zeichen der Erinnerung. Zur feierlichen Einweihung des neuen Stadtbücherei-Gebäudes in der Kolpingstraße wurde eine Bronzebüste Jung-Stillings im obersten Stockwerk aufgestellt. Gestiftet wurde das Denkmal von mehreren namhaften Persönlichkeiten und Unternehmen der Stadt, darunter Frau Geheimrätin C.A. Jung, Rudolf und Werner von Baum sowie die Firma Schlieper & Baum. Für die künstlerische Ausführung zeichnete der renommierte Bildhauer Ernst Müller-Blensdorf verantwortlich. Weiterlesen →

Siegerland 2/2025 erschienen

Inhalt:
Andreas Bingener: Die Anfänge der Siegener Stadtreinigung im 15. und 16. Jahrhundert, S. 211ff
Frierdich Reuter: Überraschungsbesuch aus Dillnhütten, S. 230ff
Rolf Heetfeld: Die Architekten Johannes Scheppig und Carl Scheppig S. 236ff
Thomas A. Bartholosch: „Radikalinskis aller Sorten, überhaupt Revolutionäre aller Länder“, S. 255ff
Daniel Schneider: Die Schiffsglocke der S.M.S. Westfalen als Relikt des Ersten Weltkrieges im Siegerlandmuseum, S. 262ff
Rüdiger Fries: Versorgungsbomben als Paddelboote Ferndorf und Hüttengräben in Weidanau, S. 273ff
Moritz Wild: Kleinbauernhaus Mittelstraße 9 in Neunkirchen-Salchendorf, S. 282ff Weiterlesen →

Siegen: Komplett-Sanierung der Stadt- und Schlossmauer abgeschlossen

Auch die letzten Abschnitte der rund 1,7 Kilometer langen Stadt- und Schlossmauer der Stadt Siegen sind saniert. Damit ist das jahrelange Mammut-Projekt – angefangen 2018 mit der „Hasengartenbatterie“ am Oberen Schloss – nun offiziell abgeschlossen.

Projektleiter Jürgen Katz (r.) stellte Bürgermeister Steffen Mues den sanierten Schalenturm an der Siegbergstraße vor. (Foto: Stadt Siegen)

Zu den letzten Teilstücken gehörten einzelne Mauerabschnitte in der Siegener Altstadt: Hier wurden in den letzten Monaten die letzten, noch erhaltenen Abschnitte der mittelalterlichen Mauerreste saniert und damit „für die nachfolgenden Generationen gerettet“, erklärte Projektleiter Jürgen Katz jetzt bei einem Stadtmauer-Rundgang gemeinsam mit Bürgermeister Steffen Mues. „Es hat sich absolut gelohnt, schon von 2010 an die Fördermittel bei den entsprechenden Ministerien mit dem entsprechenden Verhandlungsgeschick zu akquirieren und zu erreichen, dass die Sanierung der historischen Mauer in das Städtebauprojekt ,Rund um den Siegberg‘ mitaufgenommen wurde“, so Steffen Mues im Rückblick. So sei verhindert worden, dass die Stadtmauer dem Verfall preisgegeben wurde. Weiterlesen →

Online: Schwarzbuch der Denkmalpflege 2023/2024

Ein Verzeichnis verlorener Geschichte

„Fast jeden Tag geht in Deutschland ein Denkmal verloren – und dies zumeist weitgehend unbemerkt.
Denn es gibt weder bundesweite Statistiken über den Bestand und die Entwicklung unserer denkmalgeschützten Kulturschätze, noch zentrale Informationen zu Denkmalverlusten und die Gründe hierfür. Niemand weiß also eigentlich, was wir jedes Jahr an Geschichte, Meisterleistungen und Heimat in Summe verlieren.

Das wollen wir ändern – und mit unserem Schwarzbuch der Denkmalpflege zumindest exemplarisch aufzeigen, welche Denkmalverluste zu beklagen sind. Auch aktuelle Herausforderungen der Denkmalpflege, aktuell gefährdete Denkmale, für deren Erhalt noch gekämpft werden kann und Beispiele für Denkmal-Rettungen finden Sie in diesem jährlich erscheinenden Bericht.
Zum ersten Mal wird Deutschlands Denkmallandschaft so umfassend auf den Prüfstand gestellt. Auf rund 300 Seiten stellt das Schwarzbuch der Denkmalpflege exemplarisch Denkmale vor, die 2023/24 bedroht waren oder zerstört worden sind. Auch aktuell gefährdete Objekte sowie Denkmale, die vor Abriss gerettet werden konnten, werden thematisiert. Weiterlesen →