LWL-Dokumentarfilm: „Lebensunwert“ – Paul Brune. NS-Psychiatrie und ihre Folgen


Der Film „Lebens(un)wert“ beschäftigt sich mit dem Schicksal von Paul Brune, der Opfer der nationalsozialistischen Psychiatrieverbrechen war. Denn mit dem Ende des zweiten Weltkriegs endete zwar das „Euthanasie“-Mordprogramm, nicht aber das Leid und die Misshandlungen menschenunwürdiger Unterbringungsbedingungen und „Behandlungsmethoden“. Paul Brune litt bis an sein Lebensende an den Folgen dieser NS-Verbrechen. Anhand seiner tragischen Erfahrungen beleuchtet der Dokumentarfilm die NS-Psychiatrieverbrechen und ihre Kontinuitäten über das Jahr 1945 hinaus.

Vortrag: Sven Panthöfer M.A.: Friedrich Wilhelm Bäcker (1858–1940) – Ein Fotopionier im nördlichen Siegerland

Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 28. Mai 2026


Der Vortrag im Rahmen des Siegener Forums widmet sich dem Leben und fotografischen Schaffen des in Littfeld ansässig gewesenen Drechslermeisters Friedrich Wilhelm Bäcker. In den Jahren ab ca. 1905 bis 1920 hielt Bäcker Landschaften und Menschen im Littfe- und Ferndorftal fotografisch fest. Seine Aufnahmen zeigen das Bild der Dörfer, Menschen bei ihrer Arbeit und Landschaften. Seine Fotografien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs verdeutlichen, wie der Krieg bis in die Dörfer des Siegerlandes wirkte. Bisher kaum wahrgenommen wurden seine zahlreichen Portraitaufnahmen, die im Vortrag ebenfalls in den Blick genommen werden.
Neben der Fotografie stellte Bäcker Tabakpfeifen her, reparierte Uhren und handelte mit
Bilderrahmen und anderen Dingen. Er interessierte sich für Literatur und Astronomie, war Mitglied eines dörflichen Kulturkreises und pflegte lange Jahre einen Austausch mit dem Heimatschriftsteller und Lehrer Adolf Wurmbach.
Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 28. Mai um 18.30 Uhr im Siegerlandmuseum. Der
Eintritt ist frei.

Noch bis zum 27. September ist die Ausstellung „Friedrich Wilhelm Bäcker – Visionen einerVergangenheit“ mit ausgewählten Aufnahmen im Siegerlandmuseum zu sehen.
Quelle: Stadtarchiv Siegen, Pressemitteilung

Wikipedia-Artikel: Hans Gärtner (1891 – 1961)

Nationalzeitung (Wittgenstein), 5. August 1937

Unlängst hat Dieter Bald seinen 70. Wikipedia-Eintrag über den Maler Hans Gärtner erstellt, der zwischen 1936 und 1939 im Altkreis Wittgenstein wirkte.

Quelle: National Archives, NSADP-Mitgliederkartei, A3340-MFOK: Number F0027

Wanderung auf den Spuren der angeblichen „Hexe“ Katharina Heinrich (1611)

Feudingen → Bad Laasphe — ca. 10 km — Wanderführer: Reinhard Schmidt
Am Samstag, 23. Mai, lädt die Tourismus, Kur und Stadtentwicklung GmbH (TKS) zu einer historischen Wanderung von Feudingen nach Bad Laasphe ein. Treffpunkt ist an der Haltestelle Feudingen: Abfahrt/Start dort ist um 13:31 Uhr – alternativ besteht die Möglichkeit bereits am Bahnhof Bad Laasphe zuzusteigen (Abfahrt dort 13:19 Uhr)

Die rund 10 Kilometer lange Strecke führt auf gut begehbaren Wegen durch die Frühlingslandschaft des oberen Wittgensteiner Landes und endet in Bad Laasphe mit einer gemeinsamen Einkehr im Schlosscafé. Leitung und Erläuterungen übernimmt der Heimatkundler und Wanderführer Reinhard Schmidt.
Im Zentrum der Wanderung steht die Geschichte von Katharina Heinrich, die 1611 in der Region wegen angeblicher Hexerei angeklagt wurde. An mehreren Stationen entlang des Weges verknüpft Reinhard Schmidt landschaftliche Eindrücke mit historischen Fakten: Entstehung von Verdächtigungen, Rolle von Aberglaube und sozialem Druck im 17. Jahrhundert sowie die Spuren, die solche Prozesse in den Archiven und im kollektiven Gedächtnis hinterlassen haben. Die Tour lädt dazu ein, Geschichte nicht nur zu hören, sondern räumlich nachzuvollziehen und darüber ins Gespräch zu kommen. Weiterlesen

Vortrag: Dr. Johannes Burkhardt (Landesarchiv NRW): Behördenzeichen – Symbol lokaler Identität – Streitobjekt.

Wappenentwurf

Heraldische Folgen der kommunalen Neugliederung am Beispiel des Kreises Siegen-Wittgenstein (1975-1999). Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 21. Mai 2026

Die Gebietsreform der 1970er Jahre brachte tiefgreifende Veränderungen für das im Laufe von Jahrhunderten gewachsene kommunale Wappenwesen. Ursprünglich Instrumente juristischer Natur, waren Wappen insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert zunehmend zu Zeichen der Identifikation im Bewusstsein von Verwaltung und Bevölkerung geworden. Sie mussten nun den neuen Verhältnissen angepasst werden. Die Kommunalheraldik spiegelt somit die verwaltungstechnischen Änderungen auf bildlicher Ebene: Wappen konnten beibehalten, neu geschaffen oder mit anderen kombiniert werden oder sie verschwanden gar. Dieser Prozess weckte Diskussionen, teils sogar Konflikte vor Ort, die zur Plattform für Reaktionen auf die Kommunalreform im Ganzen werden konnten.
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein am Donnerstag, den 21. Mai 2026, um 18.30 Uhr im Eintrachtsaal der Siegerlandhalle (Einlass ab 18.00 Uhr) statt.
Der Eintritt ist frei!

Quelle: Stadtarchiv Siegen, Pressemitteilung

Nachtrag, 21.5.26:

Literatur: Weiterlesen

Vertrieben, vergessen, wiederentdeckt

Charlotte Leubuscher war eine Pionierin der Ökonomik. Sie ist die erste habilitierte Nationalökonomin Deutschlands und doch kaum bekannt. Die Universität Siegen benannte ein Gebäude nach ihr und rückt die außergewöhnliche Wissenschaftlerin wieder ins Licht.

Viele nennen es noch immer „das alte Gesundheitsamt“. Doch wer heute am Campus Unteres Schloss der Universität Siegen unterwegs ist, kommt am Charlotte-Leubuscher-Haus vorbei. Dort ist unter anderem die Plurale Ökonomik zu Hause und der Name eine bewusste Entscheidung. Angestoßen hat die Benennung 2018 ein Arbeitskreis, zu dem auch Dr. Svenja Flechtner, Juniorprofessorin für Plurale Ökonomik, gehörte. „Wir suchten eine Persönlichkeit, mit der wir uns identifizieren können“, sagt sie. Und es sei klar gewesen: Dieses Gebäude soll nach einer Frau benannt werden. „Leider gibt es in der Geschichte der Wirtschaftswissenschaften nicht so viele Frauen“, so Svenja Flechtner. Weiterlesen

Seltene griechische Münze in Berlin-Spandau entdeckt


Eine seltene antike griechische Münze ist auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in Berlin-Spandau entdeckt worden. Das rund 12 Millimeter große Bronzestück ist der erste bekannte Fund aus der griechischen Antike im heutigen Berliner Stadtgebiet. Die Münze wird im PETRI Berlin der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Münze entstand zwischen 281 und 261 v. Chr. in Ilion, dem antiken Troja in der heutigen Türkei. Sie zeigt auf der Vorderseite den Kopf der Göttin Athena mit Helm, während auf der Rückseite Athena Ilias mit Speer und Spindel dargestellt ist. Weiterlesen

Radtour: Zwangsarbeiter-Friedhof Siegen-Fludersbach

– Treffpunkt: 18:00 Uhr am Scheinerplatz, Siegen
📌 Anmeldung notwendig, unter: 
https://touren-termine.adfc.de/radveranstaltung/190783-fahrt-zum-zwangsarbeiterfriedhof-fludersbach

Feierabend-Tour mit Peer Ball: Führung über den Zwangsarbeiter-Friedhof Fludersbach
Geschichte erfahren, wo sie geschah: Begleiten Sie uns am 12. Mai auf einer besonderen Tour!
Am Dienstagabend laden wir – gemeinsam mit dem ADFC – herzlich dazu ein, den Arbeitstag aktiv und informativ ausklingen zu lassen. Gemeinsam mit Peer Ball begeben wir uns auf eine Spurensuche in die Vergangenheit unserer Region.
Historische Führung im Fokus
Zentraler Bestandteil dieser Feierabend-Tour ist die Besichtigung des Zwangsarbeiter-Friedhofs am Fludersbach, dem Erinnerungsort im Entstehen, betreut durch das Aktive Museum Südwestfalen. Peer Ball wird durch die Anlage führen und Einblicke in die Schicksale der Menschen geben, die während der NS-Zeit in unserer Region Zwangsarbeit leisten mussten. Hier haben wir Gelegenheit zur Reflexion über die regionale Erinnerungskultur. Weiterlesen

Projekt „Alte Synagoge“ im Bad Laaspher Schaufenster

10. Mai 2026 von 11:00 bis 18:00 Uhr, Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3 Bad Laasphe

Der Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. stellt das Projekt der Alten Synagoge vor.
Mitglieder des Vereins werden an einem Stand im Haus des Gastes interessierte Besucher über den Stand des Projekts Alte Synagoge informieren.
Quelle: Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., Aktuelles