Juliane Freiin von Bredow (1904 – 1998)

„ …. Man soll auch nicht übersehen, daß sich das Siegerland mehr und mehr zu einem Zentrum der Ausbildungsstätten entwickle. Es sei nicht ganz unmöglich, vielleicht schon in 20 Jahren, hier im Siegerland eine Universität zu haben. …“[1]

Peter Kunzmann weist in seinen Miszellen zur Geschichte der Siegener Universität auf den Redebeitrag Juliane Freiin zu Bredows hin. Sie ist die erste nachgewiesene Äußerung der regionalen Politik zur Ansiedlung einer Universität im Siegerland. Von Bredow wird damit zu einer der Gründungsmütter der Siegener Hochschule. Dies ist Grund genug zum heutigen Weltfrauentag einen kurzen Blick auf die Biographie zu werfen und angesichts all der noch auszuwertenden Quellen – Archiv Stift Keppel, Kreistagsprotokolle, weitere s. u. – zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Vita von Bredows einzuladen.

Tabellarischer Lebenslauf Weiterlesen

VHS-Vortrag: „Ein Schloss voller Leben und Geschichten“

10.03.2026, 18:00 – 19:30 Uhr, Das neue CAPITOL, Im Herrengarten 8, 57319 Bad Berleburg
Schloss Berleburg
Stefan Didam – Schmallenberg, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Carina Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg hält einen Vortrag über Familiengeschichten, historische Fakten und Details des täglichen Lebens in einem der wenigen Schlösser Deutschlands, das seit fast 800 Jahren ununterbrochen im Besitz der selben Familie ist und noch immer von ihr bewohnt wird.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

Literaturhinweis: Anne-Grit Becker (Hrsg.): Fest für die Augen. Die Welt von Rubens erkunden

„Wie lässt sich ein junges Publikum für einen Alten Meister begeistern? Im Zentrum dieses Bands stehen ausgewählte Druckgrafiken nach Peter Paul Rubens, die das Fest in seinen unterschiedlichsten Facetten vor Augen führen – von mythologischen Szenen über historische Ereignisse bis hin zu Zukunftsvisionen.
Hervorgegangen aus einem experimentellen Lehrprojekt in Kooperation mit dem Siegerlandmuseum erkunden die Beiträge der Teilnehmer*innen, an welchen Stellen sich die Welt von Rubens mit unserer eigenen Gegenwart berührt.
Essayistisch und lyrisch werden die Imaginationspotentiale der Bilddrucke entfaltet. Zur Sprache kommt, was überrascht und fasziniert.

Anne-Grit Becker (Hrsg.): Fest für die Augen. Die Welt von Rubens erkunden
Reihe Kunst, Bd. 30, Uschi Huber (Hrsg.), Siegen: universi 2025, 60 Seiten, zahlr. Abb.
ISBN 978-3-96182-206-5

Quelle: Verlagswerbung

s.a.Ausstellung: „FEST. Rubensgrafik II“

VHS-Vortrag: Christenkreuz und Hakenkreuz

Di., 03.03.2026, 18:30 – 20:30 Uhr, 5,00 €
Otto-Reiffenrath-Haus, Bahnhofstr. 1, 57290 Neunkirchen
Dieter Pfau

Das Buch „Christenkreuz und Hakenkreuz“, erschienen im Jahr 2000, ist eine Studie über den Aufstieg der Nationalsozialisten in der Zeit von 1929 bis zum 30. Januar 1933 zur Geschichte des heutigen Kreises Siegen-Wittgenstein.

Die Untersuchung geht der Frage nach, warum die NSDAP in der Stadt und im damaligen Kreis Siegen bei einer großen Zahl der Wählerinnen und Wähler mit wachsender Zustimmung aufgenommen wurde und im Frühsommer 1932 sogar einmal Zustimmungswerte von mehr als fünfzig Prozent erzielte. Ein besonderer Fokus der Untersuchung liegt dabei auf den Methoden und Mitteln nationalsozialistischer Politik und Propaganda, die mehrmals auch in offenen Terror mündeten. Die Gründung der Weimarer Republik – der ersten wirklich parlamentarischen Demokratie in Deutschland, in der auch erstmals die Frauen wählen durften –, beruhte auf einem Basiskompromiss zwischen den republikanischen und national-konservativen politischen Parteien. Als dieser Kompromiss unter den Bedingungen der Weltwirtschaftskrise aufgekündigt wurde, begann der Aufstieg der NSDAP von einer kleinen Splittergruppe zur stärksten politischen Partei. Weiterlesen

Kranzniederlegung am Gedenkstein zur Judenverfolgung aus Hilchenbach

Jährliche Kranzniederlegung am Gedenkstein am 28. Februar zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hilchenbach

Am 28. Februar jährt sich der Tag der Deportation von Elisabetha „Gerti“ Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar Holländer.
An diesem Jahrestag veranstaltet die Stadt Hilchenbach eine Gedenkstunde, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern. Am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße wird dabei ein Kranz niedergelegt.
Der Stadt Hilchenbach ist es ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen aufrecht zu halten, aber auch gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Gedenkfeier am Gedenkstein zur Judenverfolgung unterhalb der evangelischen Kirche in Hilchenbach am 28. Februar um 11:00 Uhr eingeladen.
Im Jahr 2013, genauer am 4. Juli, wurde der Gedenkstein zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden, aufgestellt.
Mit einem Mahnmal im Blickpunkt der Öffentlichkeit, in der Nähe des Marktplatzes, soll die Erinnerung „lebendig“ gehalten werden.

Vortrag: Die Edertalbahn. Eine schon fast vergessene Verbindung

Von Karl-Heinz Bender und Reimund Neufeld

Donnerstag, 19. Februar 2026, Beginn: 19:00 Uhr
Stadtbücherei Bad Berleburg, Dritter Ort – Bücherei der Zukunft, Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg
Eintritt: 3,00 €

Mit dem Zug in die Vergangenheit: Karl Heinz Bender und Reimund Neufeld nehmen ihre Zuhörenden im Vortrag „Die Edertalbahn“ mit ins 19. Jahrhundert und lassen sie in die Geschichte der Edertalbahn eintauchen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 19.02.2026, um 19 Uhr im „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ in Bad Berleburg statt. Bereits 1861 gab es Pläne für eine Bahnstrecke durch Wittgenstein. Ab 1911 rollte schließlich die Edertalbahn über die Gleise. 70 Jahre später erfolgte die vollständige Einstellung und kurze Zeit später der Rückbau der Strecke. Heute führt der Ederradweg in großen Teilen über die ehemalige Bahnstrecke. In vielen Bildern erzählen Karl Heinz Bender und Reimund Neufeld wie die Bahnstrecke die Landschaft prägte. Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Wittgensteiner Heimatverein.
Quelle: Stadt Bad Berleburg, Neuigkeit, 6.2.2026

s.a: Weiterlesen

Ausstellung: „25 Jahre, 25 Werke. Die Sammlungen des MGKSiegen“

bis zum 14.6.26

Das Museum für Gegenwartskunst Siegen wurde am 6. Mai 2001 eröffnet und feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Seit einem Vierteljahrhundert bietet das Museum mit seinen Sammlungen, seinem Ausstellungsprogramm und den vielfältigen Bildungsangeboten seinen Besucher*innen stets neue Perspektiven auf die Gegenwartskunst und ihre Geschichte. Weiterlesen

Vortrag: Der Elsoffer Bauernaufstand von 1725

Ein Kampf um Recht und Macht. Von Georg Braun

Donnerstag, 12. Februar 2026 Beginn: 19:00 Uhr 
Stadtbücherei Bad Berleburg, Dritter Ort – Bücherei der Zukunft, Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg
Eintritt: 3,00 €
Eine Zeitreise 300 Jahre zurück in die Vergangenheit: 1725 sind die Elsoffer Bauern nicht mehr bereit, die hohen Belastungen durch Frondienste und Abgaben hinzunehmen. Es kommt zu einem blutigen Aufstand, der nicht folgenlos für Elsoff bleibt. Georg Braun beleuchtet in seinem Vortrag „Der Elsoffer Bauernaufstand von 1725 – Ein Kampf um Recht und Macht“ am Mittwoch, 19.11.2025, auch die Situation Wittgensteins in den Jahren 1690 bis 1725. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ in Bad Berleburg. Ein besonderes Augenmerk richtet Georg Braun auf die Rolle des Reichskammergerichts und auf Graf August David, Mitregent auf Schloss Laasphe 1719. Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Wittgensteiner Heimatverein und dem Elsoffer Heimatverein im Rahmen der Reihe „Wittgenstein historisch“ statt.
Literatur: Weiterlesen

VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften – Teil 6

ab Mo., 11.02.2026, 19:00 – 20:30 Uhr, 9 Vormittage
Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, 57319 Bad Berleburg
Klaus Homrighausen, 54,00 €


Wer hat nicht schon einmal auf dem Dachboden oder in Schubladen alte Poesiealben, handschriftliche Kochrezepte oder Briefe gefunden, die er nicht entziffern konnte? Das lernen und üben wir in diesem Kurs. Er vermittelt Kenntnisse in der Sütterlin-Handschrift und deutschen Kurrentschrift. Schriftbeispiele sind Auszüge aus Kirchenbüchern, Prozessen und anderen Gerichtsverfahren, historische Dokumente wie Verträge, Testamente, Urkunden oder auch handschriftliche Tagebücher. Dabei werden auch geschichtliche Hintergründe beleuchtet. Wenn es um Ortsgeschichte geht, sind oft auch Einblicke in die eigene Familiengeschichte möglich.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo