Bad Berleburg: Sammlerparadies: Historische Gegenstände abzugeben

© Stadt Bad Berleburg

Die verbliebenen Magazinbestände des ehemaligen Museums suchen ein neues Zuhause. Alle interessierten „Jäger und Sammler“ haben die Möglichkeit, diese zu erhalten – eine Spende dafür ist erwünscht. Insgesamt drei Termine gibt es für die historische Museumsbörse in der ehemaligen Salzmann-Schule, Hermann-Böttger-Weg 2, in Bad Berleburg. Die Museumsbörse ist über den Hintereingang des Gebäudes erreichbar. Interessierte können die Gegenstände sofort mitnehmen.
Verpackungsmaterial steht parat

Verpackungsmaterial für kleine Bestände wie Haushaltsgegenstände, Werkzeug oder landwirtschaftlichem Kleingerät ist vorhanden. Für den Abtransport größerer Genegenstände wie Schreibtisch, Webstuhl, Öfen oder Truhe ist selbst Sorge zu tragen. Die Magazinbestände des ehemaligen Museums sind zu folgenden Terminen erhältlich:

Mittwoch, 20.11.2024, 17.00 bis 19.00 Uhr
Dienstag, 03.12.2024, 17.00 bis 19.00 Uhr
Samstag, 14.12.2024, 12.00 bis 15.00 Uhr

Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles, 14.11.2024

Weitere Informationen: Rikarde Riedesel, Telefon: 02751 923-232, E-Mail: r.riedesel@bad-berleburg.de

Volkstrauertag 2024 – Veranstaltungen im Kreisgebiet

Erndtebrück
Am Volkstrauertag, dem 17.11.2024, finden in den nachstehenden Ortschaften der Gemeinde Erndtebrück Gedenkfeiern statt:

1.         Erndtebrück-Mitte
11:00 Uhr in der Ev. Kirche Erndtebrück, anschließend Kranzniederlegung am Ehrenmal und an der Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof Ederfeld.
2.         Benfe
Gegen 09:45 Uhr am Ehrenmal. Vorher um 9:00 Uhr Gedenkgottesdienst im Gemeindehaus Benfe.
Neben allen Einwohnern aus Benfe und Ludwigseck sind auch alle Vertreter der örtlichen Vereine zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen.
3.         Birkefehl
13:30 Uhr am Ehrenmal.
4.         Birkelbach/Womelsdorf/Röspe Weiterlesen

FAMI-Stelle im Stadtarchiv Siegen zu besetzen

Bei der Stadtverwaltung Siegen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als
Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (m/w/d)
– im Stadtarchiv –
zu besetzen.
Das Stadtarchiv Siegen zählt zu den größeren und nach seinen Beständen zu den bedeutendsten Kommunalarchiven im südwestfälischen und nordhessischen Raum. Seit 2007 ist es gemeinsam mit weiteren städtischen Kultur- und Bildungseinrichtungen im KrönchenCenter in der Siegener Oberstadt untergebracht. An der Schwelle zur digitalen Überlieferungsbildung obliegt Ihnen neben den Aufgabenschwerpunkten der Bearbeitung jüngeren Archivguts, der Auskunftserteilung und Besucherberatung mit eigener bestandsbezogener Verantwortung die archivseitige Betreuung der Erschließungssoftware, die Mitarbeit an der elektronischen Langzeitarchivierung und die Beteiligung an Digitalisierungsvorhaben. Sie sind in die Öffentlichkeitsarbeit über den Ausbau der Internetpräsenz und die Betreuung von Schülerpraktikanten einbezogen.
Unser Angebot Weiterlesen

Freudenberg: Stadtarchivar a. D. Detlef Köppen gestorben

„Unerwartet ist Detlef Köppen aus Freudenberg im Alter von 69 Jahren gestorben. Seit 1972 gehörte er zum Team der Freudenberger Stadtverwaltung, zuletzt fast drei Jahrzehnte als Stadtarchivar. Als er am 31. Juli 2020 in den Ruhestand ging, bezog er wenig später, nunmehr ehrenamtlich, ein kleines Büro im 4Fachwerk-Museum. Denn nicht nur beruflich lag ihm, der auch zeitweise für die Denkmalpflege zuständig war, die Freudenberger Geschichte sehr am Herzen.
„Detlef Köppen hat unsere Diskussionen und Überlegungen im Arbeitskreis Stadtgeschichte ganz entscheidend geprägt,“ so 4Fachwerk-Vorsitzender Klaus Siebel-Späth. Er habe immer auf Detailgenauigkeit und gesicherte Fakten gesetzt, viele Überlieferungen kritisch hinterfragt. „Da er wusste, wo zu suchen ist, hat er uns bei der Recherche von Hintergrundinformationen ganz maßgeblich unterstützt.“ Seine Arbeitskreis-Kollegen loben ihn „als wandelndes Geschichtslexikon“: „Bei Detlef Köppen hat sich über Jahre ein beeindruckendes geschichtliches Wissen zu unserer Region gesammelt, welches er gerne weitergegeben hat. Wir sind ihm deshalb zu großem Dank verpflichtet.“ Weiterlesen

Archivierungsmodell „Justiz“ des Landesarchivs NRW

Keine Notariatsunterlagen mehr nach 1950 im Landesarchiv NRW

Aus gegebenen Anlass habe ich mich mit der Überlieferung der Notariate befasst und dabei unter anderem auch in das Archivierungsmodell Justiz des Landesarchivs NRW, das bereits im Dezember 2021 vorgelegt wurde, geschaut.

Daraus geht hervor, dass nach 1950 entstandene Notariatsurkunden nach Ablauf der 100jährigen Aufbewahrungsfrist (bei den Gerichten) nicht mehr durch das Landesarchiv archiviert werden.

Notararchive in Siegen

Symbolbild (AI-generiert)

Neben dem hier bereits vorgestellten „Notararchiv“ der Gerichte im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm ist in Siegen ein weiteres „Notararchiv“ mehrerer Notarkammern entstanden. Für das westfälische Archiv können Ansprechpartner beim Siegener Amtsgericht erfragt werden. Für das entstandene Archiv empfehlen sich Anfragen bei der jeweils zuständigen Notarkammer nach einem Ansprechpartner. Dem im Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein befinden sich keine Notariatsurkunden.

Nachtrag, 26.3.2025:
Ansprechpartner für im Landesteil Westfalen befindlichen Notariate ist das Amtsgericht Siegen, für alle übrigen bundesdeutschen Notariate ist es die Westfälische Notarkammer.

Linktipp: „zeitspuren:stories“ auf instagram

Die „zeitspuren:stories“ bewerben die Buchreihe „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein“, die ich zusammen mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Heimatbund Siegerland-Wittgenstein e.V. herausgebe.
Es handelt sich um Geschichten und Geschichtchen aus dem im Frühjahr 2023 erschienenen Buch „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein im preußischen 19. Jahrhundert. Teilband 1: An der Schwelle zur Industrialisierung 1815-1848“, die in Form kurzer Episoden präsentiert werden und neugierig machen auf das gedruckte Buch und die begleitende Internetseite www.zeitspuren-siwi-2.de.
1) „Stahlschmidts Pilgerreise“, https://www.instagram.com/reel/DAsn-KJMYfD/?igsh=MWFxY3cxMmJoYmFkaw==
Episode 01 „Stahlschmidts Pilgerreise“ verweist auf die Reiseerzählungen des aus Freudenberg stammenden Johann Christian Stahlschmidt (1740-1826), die in der historischen Forschung bislang vor allem als Quelle für die Entwicklung des Pietismus betrachtet wurden.
Bei seinen frühen Schiffsreisen nach Südostasien um 1760 war Stahlschmidt in den Dienst der Ostindischen Kompanie aus den Niederlanden getreten, der zu dieser Zeit als größtem Handlungsunternehmen der Welt noch eine führende Rolle im europäischen Kolonialismus zukam.
Die in Briefform verfassten Reiseerzählungen Stahlschmidts sind 1799 von dem Siegerländer Gelehrten Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817) als Buch veröffentlicht worden. Das Buch gehört ins Genre der Erweckungsliteratur.

2) „Jung -Stilling und die französische Revolution“, https://www.instagram.com/reel/DA-xhdfs6WD/?igsh=MWV5dnZhNDdncXZvOA==
Episode 02 „Jung-Stilling und die Französische Revolution“ beschäftigt sich mit dem in Hilchenbach-Grund geborenen Siegerländer Gelehrten Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817), der durch seine Autobiografie, weitere religiös-pietistisch geprägte Veröffentlichungen und seine Tätigkeit als Augenoperateur und Professor der Kameralwissenschaften bekannt geworden ist.
Bislang wenig beachtet wurde eine explizit politische Schrift aus dem Jahr 1793, in der er sich mit der noch nicht beendeten Französischen Revolution befasste. „Über den Revolutions-Geist“ weist Jung-Stilling als einen der ersten politisch konservativen Autoren des Siegerlands aus.

Ausstellung: Susanne Kriemann: „Hey Monte Schlacko, Dear Slagorg“


Nach einem Jahr Vorarbeit stellt Susanne Kriemann ihre künstlerische Arbeit „Hey Monte Schlacko, Dear Slagorg“ im Rahmen des Künstler:innenprogramms Artist in Residence Siegen am 23. Oktober erstmals öffentlich vor.

Die Eröffnung findet statt am

Mittwoch, dem 23. Oktober 2024
um 18.00 Uhr
im Foyer des Hörsaalzentrums am Campus Unteres Schloss statt.

Im Rahmen der Eröffnung ist ein Rundgang entlang der Schaufenster vorgesehen.

Für die Installation der Arbeit werden die Schaufenster aller Etagen des leerstehenden Karstadt-Gebäudes in der Siegener Innenstadt aktiviert. Susanne Kriemann hat sich im Austausch mit Wissenschaftler:innen der Universität Siegen und der Stadtgesellschaft mit der Geschichte und Pflanzenwelt des regional bekannten „Monte Schlacko“ beschäftigt. Kriemann untersucht das Medium Fotografie im Kontext von Sozialgeschichte und archivarischer Praxis. Im erweiterten Sinne des fotografischen Dokuments begreift sie die Welt als analoges „Aufzeichnungssystem“ von menschengemachten Prozessen. Ökologische Fragestellungen stehen stets im Fokus ihrer Arbeit.
„Hey Monte Schlacko, Dear Slagorg” zieht sich wie eine metallurgische Schwarte um das ehemalige Kaufhaus. Großformatige Drucke auf teilweise transparenten Textilien und Papieren sind in verschiedenen Schichten am Gebäude angebracht. Weiterlesen

Vortrag von Prof. Peter Seibert: Demontage der Erinnerung. Der Umgang mit dem jüdischen Kulturerbe nach 1945

Montag 21.Oktober 2024 um 19:00 Uhr im Haus des Gastes Wilhelmsplatz 3 Bad Laasphe

„In einem erschreckenden Ausmaß wurden in den beiden deutschen Nachkriegsstaaten die nach den Verwüstungen der NS-Zeit noch erhalten gebliebenen baulichen Überreste der jüdischen Geschichte zerstört. Die Gründe dafür reichen von nicht entschuldbarer Gedankenlosigkeit, Respektlosigkeit gegenüber den Ermordeten und Vertriebenen bis zu offenem Antisemitismus. Peter Seibert beschreibt diesen Umgang mit dem deutsch-jüdischen Kulturerbe – ein Umgang, der zugleich die Erinnerung an das Leben der Juden in Deutschland wie an die Verbrechen an ihnen demontiert.

Peter Seibert, geb. 1948, Studium der Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Promotion im Fachgebiet „Literatur der Frühen Neuzeit“ über vorreformatorische Reimliteratur, Wissenschaftlicher Assistent bei Helmut Kreuzer an der Universität-Gesamthochschule Siegen, 1987 Habilitation, 1991 Berufung auf einen Lehrstuhl im Fach Germanistik an der Universität Siegen, von 2001 bis 2013 Professur am Institut für Germanistik an der Universität Kassel

Lange Zeit war an die Professur von Peter Seibert die „Grimm“- Professur als eine Poetik-Professur angebunden. Zudem verantwortete er die jährliche Besetzung der „Karl-Rosenzweig-Professur“ mit, die jeweils an jüdische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben wurde.“
Grundlage für den Vortrag von Prof. Seibert ist folgendes Buch: Peter Seibert: Demontage der Erinnerung. Der Umgang mit dem jüdischen Kulturerbe nach 1945. Berlin, Metropol 2023. 400 S. Geb. 28,00 €

Quelle: Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., Veranstaltungen