Online: „Einsatzhandbuch Kulturgut“ vom Verband der Restauratoren (VDR) e. V

Ein praktischer Leitfaden für die Notfallvorsorge in Kulturinstitutionen

Tablet zum Einsatzhandbuch

Notfallhandbuch Kulturgut, Foto: VDR

Seit Ende 2024 ist das „Einsatzhandbuch Kulturgut“ online verfügbar. Das umfangreiche E-Book ist kostenfrei online abrufbar.

Das Handbuch ist ein umfassender Handlungsleitfaden, der alle Aspekte der Notfallbewältigung im Bereich Kulturgutschutz zusammenfasst. Mitarbeiter*innen und Verantwortliche in Archiven, Museen, Schlössern, Kirchen sowie Restaurator*innen profitieren von den praxisorientierten und leicht verständlichen Texten und Abbildungen.

Das Handbuch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Abschnitt stehen die Grundlagen des Kulturgutschutzes im Fokus. Es wird auf die Verfahren für die Bergung und Erstversorgung von Kulturgut eingegangen. Teil zwei beschreibt den Einsatzablauf vom Eintritt des Schadensereignisses, über die Feststellung der Lage und die Beurteilung der Situation. Weiterhin werden die Bergung, die Erstversorgung sowie die Nachsorge dargestellt. In Teil drei werden Empfehlungen zur fachgerechten Erstversorgung von Objekten unterschiedlicher Materialien gegeben. Archivgut, Fotografien, Gemälde und Holzobjekte sind als einige Beispiele zu nennen.

Der VDR als Berufs- und Fachverband vertritt rund 3.000 Restaurator*innen und steht für den Schutz und die sachgerechte Bewahrung von Kunst und Kulturgut ein.
Seit 2020 engagiert sich der VDR verstärkt im Bereich der Kulturgutrettung im Katastrophenfall und ist über seinen VDR-Arbeitsausschuss Kulturgutschutz mit zahlreichen Bündnispartnern vernetzt, mehr dazu finden Sie hier.

Quelle: Archive im Rheinlöand, 3.2.2025, Text: Anna Katharina Fahrenkamp

Online: Revival Movements as Conflict Agendas of the Popular in the Nineteenth and Early Twentieth Centuries (engl.)

„Diese Online-Veröffentlichung konzentriert sich auf das Konfliktpotenzial zwischen Hoch- und Populärkultur während der Transformationen des Populären im Bereich der Religion im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Autoren dieses Sammelbandes befassen sich insbesondere mit den sogenannten „Erweckungsbewegungen“, die als Symptom der Differenzierung und Pluralisierung des Protestantismus als Reaktion auf Aufklärung, Rationalismus und Religionskritik aufkamen, und untersuchen die Versuche der theologischen Selbstermächtigung christlicher Laien.“

Regional besonders interessant ist:
Grazia Dolores Folliero-Metz: Jung-Stilling’s Afterlife Visions in Their Interconfessional and Intercultural Contexts, S. 189-212

Veronika Albrecht-Birkner, Stefanie Siedek-Strunk (Hrsg´in): Revival Movements as Conflict Agendas of the Popular in the Nineteenth and Early Twentieth Centuries, Cham 2025

Online: Siegener Beiträge zur Geschichte und Philosophie der Mathematik Bd 18 (2024)

Die im nunmehr achtzehnten, online vorliegenden Band von SieB (Siegener Beiträge zur Geschichte und Philosophie der Mathematik) vereinten Aufsätze dokumentieren jene Pluralität von Themen, Perspektiven und Methoden das große Oberthema Geschichte und Philosophie der Mathematik betreffend, die in den vorangehenden Bänden bereits ein Anliegen der Reihe war.
Die Siegener Beiträge bieten ein Forum für den Diskurs im Bereich von Philosophie und Geschichte der Mathematik. Dabei stehen die folgenden inhaltlichen Aspekte im Zentrum:
1. Philosophie und Geschichte der Mathematik sollen einander wechselseitig fruchtbar irritieren: Ohne Bezug auf die real existierende Mathematik und ihre Geschichte läuft das philosophische Fragen nach der Mathematik leer, ohne Bezug auf die systematische Reflexion über Mathematik wird ein Bemühen um die Mathematikgeschichte blind.
2. Geschichte ermöglicht ein Kontingenzbewusstsein, philosophische Reflexion fordert Kontextualisierungen heraus. Damit stellen sich u. a. Fragen nach der Rolle der Mathematik für die Wissenschaftsgeschichte, aber auch nach einer gesellschaftlichen Rolle der Mathematik und deren historischer Bedingtheit.

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Kranzniederlegung am Gedenkstein zur Judenverfolgung aus Hilchenbach

Jährliche Kranzniederlegung am Gedenkstein am 28. Februar zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Hilchenbach


Am 28. Februar jährt sich der Tag der Deportation von Elisabetha „Gerti“ Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar Holländer.
An diesem Jahrestag veranstaltet die Stadt Hilchenbach eine Gedenkstunde, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern. Am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße wird dabei ein Kranz niedergelegt.
Der Stadt Hilchenbach ist es ein besonderes Anliegen, die Erinnerungen aufrecht zu halten, aber auch gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Gedenkfeier am Gedenkstein zur Judenverfolgung unterhalb der evangelischen Kirche in Hilchenbach am 28. Februar um 16:00 Uhr eingeladen.
Im Jahr 2013, genauer am 4. Juli, wurde der Gedenkstein zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden, aufgestellt.
Mit einem Mahnmal im Blickpunkt der Öffentlichkeit, in der Nähe des Marktplatzes, soll die Erinnerung „lebendig“ gehalten werden.
Quelle: Stadt Hilchenbach, Aktuelles, 18.2.2025

Vortrag: „Die Bewirtschaftung des Siegerländer Haubergs im Jahreslauf“

Montag, den 24.2.2025, 19:00, Trauzimmer der Wilhelmsburg, Hilchenbach, im Burgweiher 1

Der Hilchenbacher Gschichtsverein lädt zu diesem Vortrag von Dr. Hartmut Müller (Kreuztal-Kredenbach) ein.

Beiträge auf siwiarchiv zum Thema „Hauberg“

Literaturhinweis: „Studio für Neue Musik: Die Plakate II – 2013 bis 2025 (2025)“

Martin Herchenröder (rechts) im Gespräch mit dem Maler Daniel Hees, ehemals Professor an der Siegener Universität. Hees gestaltet von Beginn an die Konzertplakate des Studios für Neue Musik. Zum Jubiläum gibt es eine Ausstellung in der Bibliothek am Campus Adolf-Reichwein-Straße. Außerdem liegt der zweite Sammelband mit der Plakatkunst vor.

Ein erster Band versammelte 2013 sämtliche 100 Plakate des „Studios für Neue Musik“, das 1995 gegründet wurde. Daniel Hees – Maler, Grafiker und ehemaliger Professor für Druckgrafik an der Universität Siegen – hat jedes einzelne Ankündigungsplakat der Konzertreihe eigens gestaltet. Das ist bis heute so geblieben – jetzt dokumentiert in „Plakate II“ zum 30jährigen Bestehen von „SfNM“.

Seit 2013 hat das „Studio für Neue Musik“ – auch trotz und wegen der Corona-Pandemie – einerseits bewährte Formate fortgeführt: Konzerte hochkarätige Ensembles, instrumentale Workshops, Portraitkonzerte, Erst- und Urauffaufführungen, andererseits auch Studierendenprojekte und innovative Medienproduktionen.
Dass von einer derart umfangreichen Veranstaltungsreihe mit mittlerweile rund 200 Veranstaltungen über einen Zeitraum von 30 Jahren eine lückenlose Folge individueller, künstlerisch gestalteter Plakate existiert, erscheint wie ein Wunder: Es verdankt sich dem unermüdlichen solidarischen Einsatz des Künstlers Daniel Hees, der vom ersten Konzert bis heute für alle Veranstaltungen ein neues Plakat auf Basis einer Zeichnung, einer Grafik oder eines Aquarells entwirft und im Zusammenspiel zwischen Text und Bild ein immer wieder neues Ensemble schafft – jeweils unterschiedlich durch das zentrale Bildelement und die dazugehörigen Texte, aber auch – sozusagen als variative Werkgruppe – auf spielerisch-strenge Weise einheitlich, indem Anlage, Format, Papier und Schrifttyp immer gleich bleiben.
Die Gesamtheit aller Plakate wird so zu einer großen Serie, möglicherweise zu einer der größten, wenn nicht sogar die größte ihrer Art.

Martin Herchenröder (Hrsg.)
Universität Siegen – Studio für Neue Musik – Die Plakate II
Mit ergänztem Vorwort zur neuen Auflage (dt./engl.)
Siegen: universi 2025
Ausgabe 22,3 cm x 31,2 cm kart., Transparentumschlag, 210 S.
ISBN 978-3-96182-191-4
Quelle: Verlagswerbung

Musiktipp: Fritz Busch: Beethoven 3. Symphonie und Leonore Ouvertüre Nr. 2

Aufnahmen aus dem Jahr 1950 mit dem Niederösterreichisches Tonkünstlerorchester und dem Statsradiofoniens Symfoniorkester Danmarks

Fritz Busch war einer der führenden Dirigenten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, doch sein Tonträgererbe ist im Vergleich zu vielen seiner Zeitgenossen klein. Die neueste Serie der Toblach Ausgabe bringt Buschs Tonträgererbe aus der Nachkriegszeit wieder auf den internationalen Markt – großartige Aufnahmen auf 78er- und sehr frühen Schallplatten. Die erste Veröffentlichung präsentiert zwei späte Beethoven-Aufnahmen, die von Urlicht AudioVisual anhand von Archivquellen remastert wurden.“
Quelle: Labelwerbung

LWL-Videoserie: „Eine kurze Geschichte Westfalens in der Frühen Neuzeit 07/07“: Das Königreich Westfalen


„Die vierte Folge der „Kurzen Geschichte Westfalens in der Frühen Neuzeit“ beleuchtet die sechs Jahre im 19. Jahrhundert, in denen die westfälische Region zumindest zu Teilen ein Königreich war. Unter der Herrschaft von Napoleon Bonaparte verfolgte Frankreich das Ziel in Europa eine neue Herrschaftsordnung zu etablieren – das Königreich Westphalen ist dafür ein bedeutendes Beispiel. Napoleon ernannte seinen eigenen Bruder als König von Westphalen und versprach der Bevölkerung eine bessere Zeit. Das Königreich Westphalen sollte Modellstaat einer neuen und revolutionären Herrschaftsform werden.
Wie kam es aber eigentlich zur Gründung des Königreichs? Welche Regionen umfasste es? Und wurden Napoleons Versprechen von einem politischen Wandel gehalten? Das erfahrt ihr in der neuen Folge der „Kurzen Geschichte Westfalens“. Viel Spaß!

„Eine kurze Geschichte Westfalens in der Frühen Neuzeit“ ist eine Beitragsreihe mit sieben Video-Essays, die in kurzer, überblicksartiger Form die Geschichte der Region erzählt. Produziert wurde sie vom LWL-Medienzentrum für Westfalen in Kooperation mit dem Autor David Johann Lensing.“

25. Wilnsdorfer Mineralien- und Bergbau-Börse

Am 23.02. findet diesjährig zum 25.Mal die Wilnsdorfer Mineralien- und Bergbau Börse statt. Ein Jubiläum zum Feiern könnte man meinen.
Anstatt dessen hat sich der Veranstalter ein schwieriges Thema, nämlich den deutschen Kolonialismus in Südwestafrika ausgesucht. Da liegt es nah, Tsumeb als die „deutsche“ Fundstelle in Namibia näher zu beleuchten. Anfang Januar 1910 trafen elf Siegerländer Bergleute in Tsumeb ein. Aus Herdorf August Mockenhaupt, Josef Schmidt, Albert Helmert, Emil Sandert, Johann Jörg, August Euteneuer, Wilhelm Böcher, Louis Molzberger und der Steiger Wilhelm Örter. Aus Neunkirchen kam Fritz Weber und Ernst Krumm aus Schutzbach. Sie unterstanden alle dem Obersteiger Lang aus Niederscheld im Dillkreis, Hessen. 1911 waren es bereits 35 Bergleute und 1913 60 Bergleute aus dem Siegerland.

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Bundestagswahl 2025 – „Archiv“ in den Wahlprogrammen der Parteien

Am 23. Februar wird der neue Bundestag gewählt. Siwiarchiv wirft einen Blick in die Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2025 der Parteien auf der Suche nach Archivischem – und (neu!) mit einem Exkurs zur Erinnerungskultur:
Fehlanzeige: AfD,BSW, Bündnis Deutschland, Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer (Programm), Die Linke, Die PARTEI, FDP, SPD, MERA25, MLPD (Programm), Tierschutzpartei,  WerteUnion (Parteiprogramm), Ab jetzt…Demokratie durch Volksabstimmung – Volksabstimmung, Bayernpartei, Bündnis C- Christen für Deutschland – Bündnis C, Bürgerrechtsbewegung Solidarität (Forderungen zur Bundestagswahl), DieSonstigen, Dr. Ansay Partei (Kurzprogramm), Menschliche Welt, ÖDP, PdH, Partei  für Verjüngungsforschung, SGP (Wahlaufruf),
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