
Quelle: Hellerthaler Zeitung, 4. Februar 1933
Literatur:
Dieter Pfau: Christenkreuz und Hakenkreuz. Siegen und das Siegerland am Vorabend des „Dritten Reiches“, Bielefeld 2000 [S. 190 – 191 zum Januar 1933] Weiterlesen

Quelle: Hellerthaler Zeitung, 4. Februar 1933
Literatur:
Dieter Pfau: Christenkreuz und Hakenkreuz. Siegen und das Siegerland am Vorabend des „Dritten Reiches“, Bielefeld 2000 [S. 190 – 191 zum Januar 1933] Weiterlesen
Nachfolge ist bereits im Amt
Ende vergangenen Jahres hatte die Kreuztaler Stadtarchivarin Ria Siewert ihre letzte Sitzung im Arbeitskreis der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein. Neben den Kolleginnen und Kollegen aus dem Kreis Olpe hat auch der langjährige Hilchenbacher Stadtarchivar Reinhard Gämlich an dieser Sitzung teilgenommen.
Nach den aktuellen Themen wie EDV und Notfallplanung wurde in dieser Sitzung Kollegin Ria Siewert in den Ruhestand verabschiedet. Seit 1984 war die studierte Sozialarbeiter in der Stadtverwaltung Kreuztal tätig – zunächst bei der Stadtjugendpflege, dann übernahme sie ab 1995 den Aufbau des Stadarchivs. Nach der Absolvierung des Fachlehrgangs des Landschaftsverbandes Rheinland und einem zweimonatigen Praktikum im Stadtarchiv Attendorn war sie fachlich für diese Aufgabe gerüstet. Inwischen beherbergt das Stadtarchiv Kreuztal einen halben Kilometer Archivgut. Von Ria Siewert wurde die Veröffentlichungsreihe „Kreuztaler Rückblicke“ initiiert und Ausstellungen im Kreuztaler Kulturbahnhof kuratiert.
Neben der Tätigkeit im Stadtrchiv war Ria Siewert von 2000 bis 2024 im Personalrat tätig und leitete diesen ab 2013.
Ihre Nachfolgerin Anna-Lena Seibel konnte sie noch einarbeiten.
Quelle: Westfälische Rundschau, 22.11.2025, Siegener Zeitung, Beilage „Kreuztal. Meine Stadt“ v. 27.11.2025
40 Jahre Archiv des LVR – Archivarbeit neu erzählt

Einblick in die Kurzvideos. Foto: Ariane Jäger (LVR-AFZ)
Reblog vom compgen-Blog v. 24.1.2026
Die Berleburger Weinkaufsbriefe – Eheverträge des 18. und 19. Jahrhunderts aus dem Wittgensteiner Land – sind eine genealogisch hochinteressante Quelle. Anlässlich einer Heirat regeln sie die Rechte und Pflichten der Brautleute und auch weiterer Familienmitglieder. Sie sind für die Jahre 1728 bis 1819 als handschriftliche Dokumente im Landesarchiv NRW überliefert. Im CompGen-Blog, GenWiki und im Video wurden die Weinkaufsbriefe ausführlich vorgestellt.


Aus Anlass des Internationalen Gedenktages an die opfer des Hololcausts verweist siwiarchiv heute auf die regionalen Opfer im KZ Auschwitz mit einer Auswahl von Beiträgen auf siwiarchiv sowie auf das Aktive Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein:
– Deportation Siegener und Wittgensteiner Juden nach Auschwitz
– Online: In Wittgenstein geborene Sinti und Roma im Zigeunerfamilienlager Auschwitz-Birkenau
– Fritz Stein (1.1.1904 – 31.3.1942). Ein Mordopfer der nationalsozialistischen Homosexuellenverfolgung.
– Suche im Aktiven Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein nach dem Schlagwort „Auschwitz“
Freiwillige können an Menschen erinnern, die aus Belgien und Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auch 81 Jahre später ist die Aufarbeitung der historischen Quellen und die Dokumentation der Namen der Ermordeten noch nicht abgeschlossen. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, rufen die Arolsen Archives zum kommenden Holocaust-Gedenktag zur Challenge #everynamecounts auf. Ziel ist es, gemeinsam noch nicht digitalisierte Informationen von rund 58.000 Dokumenten zu erfassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr Dokumente vom Archivdienst für Kriegsopfer aus dem Belgischen Staatsarchiv.
Die Kartei enthält wertvolle Hinweise zu den NS-Opfern, die die SS vielfach über das Sammellager Mechelen in Belgien oder verschiedene Lager in Frankreich wie Drancy nach Auschwitz deportierte. Die Karten wurden zwischen 1941 und 1944 vom Sicherheitsdienst der deutschen Sicherheitspolizei (Sipo-SD) erstellt.
Unter den Deportierten war auch die 18-jährige Wienerin Edith Fuchs. Sie war mit ihrem Vater und zwei Geschwistern nach Brüssel geflohen, nachdem das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1938 Österreich annektiert hatte. Im Oktober 1942 wurde Edith verhaftet und in die Dossin-Kaserne in Mechelen (Belgien) verschleppt. Die Kaserne liegt auf halber Strecke zwischen Brüssel und Antwerpen, heute befinden sich hier eine Gedenkstätte und ein Museum. In der Kaserne trieb die SS als jüdisch verfolgte Menschen sowie Sinti und Roma für die Deportation in die Vernichtungslager zusammen. Acht Tage nach ihrer Verhaftung wurde Edith Richtung Auschwitz deportiert und dort, wie ihr Vater, direkt ermordet.
Die Kartei aus Brüssel enthält auch Karten zu Menschen, die untertauchen oder fliehen konnten und so der Deportation entkamen.
In einem feierlichen Festakt im Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf begrüßte André Kuper MdL, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen und Kuratoriumsvorsitzender, Basil Kerski als neuen Präsidenten des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen. Kerski folgt auf Professor Dr. Hans Walter Hütter, der das Haus bis Ende 2025 kommissarisch als Präsident leitete.

Feierlicher Festakt zur Amtsübergabe: Basil Kerski, André Kuper MdL und Prof. Dr. Hans Walter Hütter (v.l.). Foto: Anne Orthen
Ein Streifzug durch die Jahrtausende. 2025. 344 S., 315 (überw. farb.) Abb., 26 cm.
ISBN 978-3-7749-4473-2
Was gibt es in Westfalen zu entdecken? Keine Frage, eine ganze Menge! Bei archäologischen Ausgrabungen wurden in den letzten Jahren überall in der Region Orte freigelegt, an denen Menschen vergangener Zeiten lebten, arbeiteten und ihre Verstorbenen bestatteten. Die Spuren, die sie dabei hinterließen, reichen von einfachen Verfärbungen im Boden bis zu wahren Meisterwerken, die uns heute noch staunen lassen. Wer schuf in der Steinzeit die Megalithgräber? Wie weit konnte man von einem mittelalterlichen Kirchturm aus blicken? Und woran scheiterte im 19. Jahrhundert der Bau einer Eisenbahnstrecke? Dieses Buch entführt in 90 kurzen Texten in die Forschungen der LWL-Archäologie für Westfalen, die hier anlässlich des Ruhestandes ihres Direktors Prof. Dr. Michael M. Rind Einblicke in ihre Arbeit während seiner 16-jährigen Dienstzeit von 2009 bis 2025 gewährt. Weiterlesen

Quelle: Das Volk, 31. Dezember 1918
Bei der Beantwortung einer Recherche zu Marie Oetling, Lehrerin am Siegener Lyzeum, wurde u. a. obige Veranstaltungsankündigung aufgefunden, die ihre frühe politische Betätigung belegt. Über ihre Verabschiedung berichtete die Siegener Nationalzeitung am 31. Oktober 1936:
“ …. Die in den Ruhestand tretende Pädagogin ist nicht nur eine vorbildliche und verdienstvolle Lehrerin gewesen, sondern sie darf sich mit Stolz zu den ersten Frauen zählen, die im Siegerland der NSDAP beigetreten sind und die sich mit großer Leidenschaft für die völkische Idee eingesetzt haben. ….“
Oetling wurde 1877 in Oldenburg geboren. Im Mai 1898 legte sie die Lehrerinnenprüfung für den Untericht an höheren Mädchenschulen ab. Bis 1910 unterrichtete Oetling an verschiedenen häheren Mädchenschule, u.a. auch in Siegen (1906?). Anschließend studierte sie bis 1915 an den Universitäten Münster, Rostock, Halle, Leipzig sowie Greifswald. Im April 1915 legte sie die Lehramtsprüfung für Religion Deutsch und Geschichte ab. In Siegen trat Oetling ihre erste Stelle als wissenschaftliche Hilfslehrerin an. Die Beförderung zur Studienrätin („Oberlehrerin“) erfolgte 1920. Bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im November 1936 blieb sie am hiesigen Mädchengymnasium. Am 19. Dezember 1943 verstarb Marie Oetling in Siegen und wurde auf dem Hermelsbacher Friedhof beigesetzt. Weiterlesen

Im Rahmen des internationalen Holocaustgedenktages finden am Donnerstag, den 29.01.2026 zwei digitale Zeitzeugengespräche mit Holocaustüberlebendem Tomy Shacham statt.
Tomy erzählt seine Lebensgeschichte, wie er nach Auschwitz-Birkenau kam, dort den Kinder-Marsch nach Auschwitz miterlebte und von der Roten Armee befreit wurde. Er wanderte dann nach Israel aus, wurde Lehrer und bekam drei Kinder.
Anmeldungen für die bilaterale Schulveranstaltung am 29.01.26 um 9:45 Uhr können bis 28.01.2026 per Email an b.friedrich@kreisjugendring.org gesendet werden. Bitte schreiben Sie dazu von welcher Schule/Organisation sie sind und wie viele SchülerInnen und LehrerInnen an der Veranstaltung teilhaben werden. Sie erhalten dann den Link von uns. Die Veranstaltung dauert max. 90 Minuten.
Anmeldungen für die Abendveranstaltungen bitte bis zum 26.01.2026 an cjz.siegen@t-online.de
Quelle: Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein, Termine